Achtsamgänge

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#29 Selbstmitgefühl in jedem Schritt

Die 3 Säulen der Selbstmitgefühls beim Gehen

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Anna
Aug. 10, 2025
∙ Bezahlt

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Mein Weg in dieser Woche

In dieser Woche kreisten meine Gedanken um eine liebe Freundin, deren Situation nicht leicht ist.
Mein Wunsch, etwas für sie zu tun, war groß – und doch durfte ich lernen, mich zu distanzieren.

Als stark mitfühlender Mensch fällt es mir leicht, mich in die Lage anderer hineinzuversetzen. Doch genau das macht es manchmal schwer, bei mir zu bleiben.

Ich bin in dieser Woche viel gelaufen – erst mit Gedanken im Kopf, dann im Gebet, schließlich in Selbstmitgefühl.

Mir half es, das Problem an das Leben, an das Universum abzugeben – und mich auf das zu konzentrieren, was ich wirklich tun kann.

Selbstmitgefühl ist nicht Selbstmitleid

Selbstmitgefühl bedeutet nicht, in Sorgen oder Leid zu versinken.
Es bedeutet, dir selbst die gleiche Güte zu schenken, die du einem guten Freund geben würdest.
Und das kann bedeuten: Grenzen zu setzen, Abstand zu halten, den eigenen Akku zu schützen.

Selbstmitgefühl wirkt auf das Nervensystem wie ein warmer, regulierender Strom:

  • Es beruhigt den inneren Alarm.

  • Es schafft Sicherheit in Momenten der Überforderung.

  • Es erinnert dich daran, dass du nicht allein bist.

Nervensystem & Selbstmitgefühl

Wenn wir in starker Empathie mitschwingen, kann unser Nervensystem in Mit-Alarm geraten: Herzschlag steigt, Anspannung nimmt zu, Atem wird flacher.

Selbstmitgefühl ist wie ein Gegengewicht: Es aktiviert den ventralen Vagus-Zweig des Nervensystems, der für Verbindung, Ruhe und Regeneration steht.

Drei Säulen des Selbstmitgefühls (nach Kristin Neff):

  1. Achtsamkeit: Das Schwere anerkennen – ohne es zu übertreiben oder zu verdrängen.

  2. Gemeinsame Menschlichkeit: Erkennen, dass Leid Teil der menschlichen Erfahrung ist – du bist nicht allein.

  3. Selbstfreundlichkeit: Dir selbst mit Güte und Verständnis begegnen – so, wie du es bei einem Freund tun würdest.

Mini-Achtsamkeitsübung: ‘Selbstmitgefühl atmen’

  • Setze dich bequem hin, lege eine Hand auf dein Herz.

  • Atme tief ein – spüre die Bewegung unter deiner Hand.

  • Sage innerlich: „Es ist gerade schwer.“ (Achtsamkeit)

  • Atme aus und sage: „Auch andere erleben so etwas.“ (Gemeinsame Menschlichkeit)

  • Atme ein und sage: „Möge ich freundlich mit mir sein.“ (Selbstfreundlichkeit)

  • Wiederhole diesen Atemzyklus 3–5 Mal.

Mein Achtsamgang-Impuls für Dich

(als geführter Audio-Spaziergang mit Reflexionsfragen hinter der Paywall)

„Die drei Säulen gehen“

In dieser Woche lade ich dich zu einem Spaziergang ein, bei dem du die drei Säulen des Selbstmitgefühls in deine Schritte einwebst:

  1. Achtsamkeit: Während der ersten Minuten – erkenne, was gerade schwer ist, ohne es zu dramatisieren.

  2. Gemeinsame Menschlichkeit: Erinnere dich: Auch andere Menschen tragen ihre Päckchen. Du bist Teil eines größeren Ganzen.

  3. Selbstfreundlichkeit: Stelle dir vor, du würdest neben deinem besten Freund gehen – und ihm mit jedem Schritt Güte schenken.

Spüre, wie sich dein Körper verändert, wenn du dich selbst so begleitest.

Ich wünsche dir eine Woche, in der du dich selbst mit sanften Augen betrachtest.

Mögest du spüren, dass Freundlichkeit zu dir selbst auch die Welt um dich weicher macht.

Herzensgrüße
Anna 🌿✨

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